Zum Schutz der Düsseldorfer Rheinlandschaft.
Frühjahr   1993:   Erfolgreich   gegen   die   Deichgaragen.   Alarmiert   durch   städtische   Pläne,   sogenannte   Deichgaragen   im   oberen Rheindeich    zwischen    Oberkasseler-    und    Kniebrücke    für    500    Pkw-Einstellplätze    einzurichten,    finden    sich    im    Frühjahr    1993 Oberkasseler   Bürgerinnen   und   Bürger   zu sammen.    Wenige    Monate    später,    im    Juni    1993,    findet    die    Vereinsgründung    des Deichwächter   e.   V.   statt.   Gründungsmitglieder   und   Jahrzehnte   im   Vorstand   sind   Ursel   und   Richard   Fuchs,   Dr.   jur.   Helmar Lang u. a.. Die   Sorge   um   die   Rheinauen   und   das   Naherholungsgebiet   für   viele   Menschen   nicht   nur   aus   dem   Linksrheinischen   veranlasst die    Mitglieder    im    Sommer    1993,    fast    5.000    Unterschriften    gegen    die    Deichgaragen    zu    sammeln.    Eine    spektakuläre Plakataktion,    Pressekonferenz,    Radio-Interviews,    Infostände    an    der    Luegallee    und    ausgedehnte    Kommunikation    mit Politikerinnen   und   Politikern   sowie   die   erste   Deichwächter-Zeitung   zum   Deichwächter-Fest   am   Barbarossaplatz   sorgen   dafür, dass   die   Deichgaragen-Pläne   zunächst   wieder   in   den   Schubladen   der   Stadtverwaltung   verschwinden.   Die   damals   bereits erarbeitete   städtische   Umfrage   wird   auf Antrag   der   Bezirksvertretung   4   gestoppt.   „Von   den   Tiefgaragen-Projekten   hat   die   Stadt Düsseldorf    (...)    mittlerweile    Abstand    genommen“    schreibt    der    damalige    Minister    für    Stadtentwicklung    und    Verkehr    am 17.01.1994 dem DEICHWÄCHTER e.V. 1994:   Die   Deichwächter   folgern:    Unsere   Natur   ist   die   beste   Freizeitveranstaltung   für   die   Düsseldorfer   und   ihre   Familien!   Eine gut   besuchte   Bürger-   und   Mitgliederversammlung   am   23.10.1994   bringt   viel   unterstützende   Zustimmung   und   etliche   neue Mitglieder. 1994/95: Anwohnerparken.    Dem   Gemeinsinn   verpflichtet,   wurde   in   die   Satzung   vorausschauend   als   Zweck   des   Vereins   u.   a. aufgenommen,   auch   das   Hinterland   der   Rheindeiche   unter   Gesichtspunkten   des   Umweltschutzes   vor   Eingriffen   zu   schützen. In   diesem   Sinne   haben   sich   der   DEICHWÄCHTER   e.   V.   für   sinnvolle   Konzepte   des Anwohnerparkens   mit   eingesetzt   und   Pläne zu einer Verkehrsberuhigung im Stadtteil – u.  a. auf der Luegallee – mit unterstützt. März 1996: Anwohnerparken wird eingeführt. September   1996:    Neuer   Vorstoß   für   Deichgaragen.   Mitte   September   unterbreitet   das   Straßenverkehrsamt   dem   Ordnungs- und Verkehrsausschuss u. a. folgende Vorschläge: 1.    „Es    wird    erneut    vorgeschlagen,    die    Realisierungsmöglichkeiten    von    Deichgaragen    zwischen    Rheinkniebrücke    und Oberkasseler Brücke zu prüfen. (...) Die Realisierung scheiterte bekanntlich am Widerstand einer Bürgerinitiative.“. 2.   „Neben   der   Errichtung   von   gebührenpflichtigen   Deichgaragen   sollten   weitere   Standorte   für   den   Bau   von   Garagen   geprüft und    ggfs.    realisiert    werden.    Verwaltungsseitig    wurden    zwischenzeitig    entsprechende    Abklärungen    mit    (...)    Bauherren vorgenommen.“   (Anmerkung   Deichwächter:   Dabei   wurde   auch   eine   Tiefgarage   unter   dem   Kinderspielplatz   Salierplatz   in Erwägung   gezogen).   Wenn   es   nach   den   Plänen   der   Stadt   und   des   Investors   geht,   sind   durch   die   Baumaßnahme   dort insgesamt 15 Bäume gefährdet. Am   09.10.1996    beschließt   der   Ordnungs-   und   Verkehrsausschuss   bei   zwei   Enthaltungen   (Bündnis   90/Grüne):   „Zu   dem Verwaltungsvorschlag   Realisierungsmöglichkeiten   zur   Errichtung   von   Deichgaragen   –   ist   eine   Bürgerbefragung   im   weiteren Sinne   durchzuführen.   Das   Ergebnis   ist   dem Ausschuss   vorzulegen.   Protokollführerin   Ute   Fischer:   „Irgendwie   will   man   sich   wohl noch mal vergewissern, ob das Meinungsbild 1997 noch genau so sei wie 1993.“ 1997   (Karnevalswoche):    In   12.000   Ober-   und   Niederkasseler   Briefkästen,   bei   Anwohnern   und   Gewerbetreibenden,   steckt eine   städtische   Umfrage,   die   ermitteln   soll,   wer   „Interesse   an   der Anmietung   eines   Deichgaragenplatzes“   habe   oder   nicht,   oder wer „gegen Deichgaragen“ sei. Der   Deichwächter   e.   V.   reagiert   spontan,   antwortet   mit   tausenden   von   Handzetteln:   „Nach   wie   vor   und   jetzt   erst   recht   entschieden   Nein   zu   Deichgaragen.“   Das   Resultat:   Aus   dem   Straßenverkehrsamt   melden   Gerhard   Aschendorf   und   seine Kollegin   Claudia   Spindler:   „Ganz   deutliche   Ablehnung.“   Ca.   85   %   der   Befragten   antworten   mit   einem   klaren   Nein,   nur   etwa jeder   6.   bekundete   Interesse   an   dem   umstrittenen   Bauwerk.   Wie   die   Stimmung   in   der   Bevölkerung   aussieht,   wird   bei   der Februar-Sitzung   der   Bezirksvertretung   4   am   26.02.1997   mit   dem   eindrucksvollen   Zahlenverhältnis   offenkundig:   1.440   Nein- Stimmen, nur 172 Ja-Stimmen.

Was bisher geschah …

Zum Schutz der Düsseldorfer Rheinlandschaft
Frühjahr   1993:   Erfolgreich   gegen   die   Deichgaragen.   Alarmiert durch    städtische    Pläne,    sogenannte    Deichgaragen    im    oberen Rheindeich   zwischen   Oberkasseler-   und   Kniebrücke   für   500   Pkw- Einstellplätze     einzurichten,     finden     sich     im     Frühjahr     1993 Oberkasseler     Bürgerinnen     und     Bürger     zu sammen.     Wenige Monate   später,   im   Juni   1993,   findet   die   Vereinsgründung   des Deichwächter   e.   V.   statt.   Gründungsmitglieder   und   Jahrzehnte im   Vorstand   sind   Ursel   und   Richard   Fuchs,   Dr.   jur.   Helmar Lang u. a.. Die   Sorge   um   die   Rheinauen   und   das   Naherholungsgebiet   für viele   Menschen   nicht   nur   aus   dem   Linksrheinischen   veranlasst die   Mitglieder   im   Sommer   1993,   fast   5.000   Unterschriften   gegen die   Deichgaragen   zu   sammeln.   Eine   spektakuläre   Plakataktion, Pressekonferenz,   Radio-Interviews,   Infostände   an   der   Luegallee und     ausgedehnte     Kommunikation     mit     Politikerinnen     und Politikern      sowie      die      erste      Deichwächter-Zeitung      zum Deichwächter-Fest   am   Barbarossaplatz   sorgen   dafür,   dass   die Deichgaragen-Pläne   zunächst   wieder   in   den   Schubladen   der Stadtverwaltung   verschwinden.   Die   damals   bereits   erarbeitete städtische    Umfrage    wird    auf    Antrag    der    Bezirksvertretung    4 gestoppt.     „Von     den     Tiefgaragen-Projekten     hat     die     Stadt Düsseldorf    (...)    mittlerweile   Abstand    genommen“    schreibt    der damalige     Minister     für     Stadtentwicklung     und     Verkehr     am 17.01.1994 dem DEICHWÄCHTER e.V. 1994:   Die   Deichwächter   folgern:    Unsere   Natur   ist   die   beste Freizeitveranstaltung    für    die    Düsseldorfer    und    ihre    Familien! Eine    gut    besuchte    Bürger-    und    Mitgliederversammlung    am 23.10.1994   bringt   viel   unterstützende   Zustimmung   und   etliche neue Mitglieder. 1994/95:     Anwohnerparken.      Dem     Gemeinsinn     verpflichtet, wurde   in   die   Satzung   vorausschauend   als   Zweck   des   Vereins   u. a.   aufgenommen,   auch   das   Hinterland   der   Rheindeiche   unter Gesichtspunkten     des     Umweltschutzes     vor     Eingriffen     zu schützen.   In   diesem   Sinne   haben   sich   der   DEICHWÄCHTER   e. V.   für   sinnvolle   Konzepte   des   Anwohnerparkens   mit   eingesetzt und   Pläne   zu   einer   Verkehrsberuhigung   im   Stadtteil   –   u.      a.   auf der Luegallee – mit unterstützt. März 1996: Anwohnerparken wird eingeführt. September    1996:     Neuer    Vorstoß    für    Deichgaragen.    Mitte September       unterbreitet       das       Straßenverkehrsamt       dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss u. a. folgende Vorschläge: 1.           „Es           wird           erneut           vorgeschlagen,           die Realisierungsmöglichkeiten       von       Deichgaragen       zwischen Rheinkniebrücke   und   Oberkasseler   Brücke   zu   prüfen.   (...)   Die Realisierung     scheiterte     bekanntlich     am     Widerstand     einer Bürgerinitiative.“. 2.   „Neben   der   Errichtung   von   gebührenpflichtigen   Deichgaragen sollten   weitere   Standorte   für   den   Bau   von   Garagen   geprüft   und ggfs.   realisiert   werden.   Verwaltungsseitig   wurden   zwischenzeitig entsprechende   Abklärungen   mit   (...)   Bauherren   vorgenommen.“ (Anmerkung   Deichwächter:   Dabei   wurde   auch   eine   Tiefgarage unter   dem   Kinderspielplatz   Salierplatz   in   Erwägung   gezogen). Wenn   es   nach   den   Plänen   der   Stadt   und   des   Investors   geht, sind    durch    die    Baumaßnahme    dort    insgesamt    15    Bäume gefährdet. Am        09.10.1996         beschließt        der        Ordnungs-        und Verkehrsausschuss   bei   zwei   Enthaltungen   (Bündnis   90/Grüne): „Zu   dem   Verwaltungsvorschlag   Realisierungsmöglichkeiten   zur Errichtung    von    Deichgaragen    –    ist    eine    Bürgerbefragung    im weiteren   Sinne   durchzuführen.   Das   Ergebnis   ist   dem Ausschuss vorzulegen.   Protokollführerin   Ute   Fischer:   „Irgendwie   will   man sich   wohl   noch   mal   vergewissern,   ob   das   Meinungsbild   1997 noch genau so sei wie 1993.“ 1997   (Karnevalswoche):    In   12.000   Ober-   und   Niederkasseler Briefkästen,   bei Anwohnern   und   Gewerbetreibenden,   steckt   eine städtische   Umfrage,   die   ermitteln   soll,   wer   „Interesse   an   der Anmietung   eines   Deichgaragenplatzes“   habe   oder   nicht,   oder wer „gegen Deichgaragen“ sei. Der     Deichwächter     e.     V.     reagiert     spontan,     antwortet     mit tausenden   von   Handzetteln:   „Nach   wie   vor   und   jetzt   erst   recht   entschieden   Nein   zu   Deichgaragen.“   Das   Resultat:   Aus   dem Straßenverkehrsamt    melden    Gerhard    Aschendorf    und    seine Kollegin   Claudia   Spindler:   „Ganz   deutliche   Ablehnung.“   Ca.   85 %   der   Befragten   antworten   mit   einem   klaren   Nein,   nur   etwa jeder   6.   bekundete   Interesse   an   dem   umstrittenen   Bauwerk.   Wie die    Stimmung    in    der    Bevölkerung    aussieht,    wird    bei    der Februar-Sitzung    der    Bezirksvertretung    4    am    26.02.1997    mit dem   eindrucksvollen   Zahlenverhältnis   offenkundig:   1.440   Nein- Stimmen, nur 172 Ja-Stimmen.

Was bisher geschah …